Erythromycin - Resistenz

Dieses Thema im Forum 'Archiv' wurde von Imported564 gestartet, 28 Oktober 2003.

  1. Imported564

    Imported564 New Member

    Ich weiß, eigentlich wieder eine Frage für meinen Hautarzt, aber ich habe hier wo ich jetzt überwiegend wohne und arbeite noch keinen wirklich guten gefunden. (Hat jemand einen Tipp in Osnabrück?) Aber hier scheint es viele Leute mit guten Kenntnissen zu geben, deswegen stelle ich meine Frage hier und würde mich über Antwort freuen.
    Wie sieht das eigentlich aus, wenn die Haut bzw. die Bakterien, die für die Entzündungen im Gesicht verantwortlich sind, resistent gegen das Hautantibiotikum werden? Der Fall ist wie folgt:
    Ich habe tadellose Ergebisse mit Erythromycin erzielt, ich war mir aber über eine Resistenz, die die Bakterien gegenüber diesem Workstoff entwickeln können, nicht ganz bewußt. Dann habe ich einen Akneschub bekommen, den ich mir nicht so wirklich erklären konnte. Den habe ich dann durch "Experimentieren" in den Griff bekommen.
    (Zur kurzen Erklärung: Ich nehme täglich Jodtabletten aufgrund einer leichten Schilddrüsenentzündung und las hier vor einigen Tagen einen Beitrag zum Thema "Jodakne"... vielleicht haben einige von euch meinen Beitrag dazu gelesen. Ich habe einige Wochen aufgrund von viel Streß die regelmäßige Einnahme meiner Tablette verschwitzt und die Akne besserte sich erheblich. Ich habe das nur nicht mit dem Jod in Verbindung gebracht. Nachdem ich wieder täglich meine Tabletten genommen habe, hatte ich einen fiesen Akneschub. Nach dem "experimentellen" Absetzen der Jodtabletten, verschwand der Akneschub bzw. die Entündungen klangen ab und heilten schließlich...)
    Ich nehme gerade kein Jod mehr, aber bekomme jetzt wieder einen Akneschub. Dann machte ich mich über die Resistenzbildung in Bezug auf Erythromycin schlauer.
    Lange geredet, nun meine Frage: Es sieht ganz so aus, als wären die Bakterienstämme in meiner Haut gegen das Antibiotikum resistent geworden. (Ich verwende Aknemycin und Skid Gel 4%.) Demnach verzichte ich nun auch auf die beiden Sachen, da bei der Packungsbeilage für Skid steht, sollte eine Befundverschlechterung auftreten, ist die Behandlung abzubrechen. Wenn ich nun eine Weile mit der Behandlung aussetze, bildet sich die Resistenz der Bakterien - naiv ausgedrückt - zurück? Dumm gefragt - Könnte Erythromycin nach einer Weile wieder wirken oder bleibt diese Resistenz nur für alle Ewigkeit bestehen? (Und bitte nicht auslachen, falls die Frage total bekloppt klingen sollte, aber ich bin kein Arzt, nur dummer Patient.)
    Tara
     
  2. Imported579

    Imported579 New Member

    Als Antwort auf Erythromycin - Resistenz geschrieben von Importer am 27. Oktober 2003 23:54:27:

    Hallo Tara!
    Ich habe auch eine ganze Weile mit Erythromycin gute Ergebnisse erzielt, dann wurde die Wirkung immer schwächer bzw.die Akne wieder schlimmer. Sprich, ich war resistent gegen das Zeug geworden. Und einmal resistent, bleibt das auch so. Der Meinung war auch mein HA, so dass wir diese Behandlung dann aufgegeben haben. Also, dass sich Resistenzen zurückbilden gibt's leider nicht. Ich frage mich nur manchmal, warum überhaupt Antibiotika äußerlich verschrieben werden, wenn man früher oder später sowieso resitent wird und die ganze Behandlung wieder vergeblich war ?!
     
  3. Imported564

    Imported564 New Member

    Als Antwort auf Re: Erythromycin - Resistenz geschrieben von Importer am 28. Oktober 2003 11:25:49:

    Na, toll, du machst mir jetzt Mut. ;) Dabei bin ich so gut damit klar gekommen...
    Ja, Mensch, es sieht ganz so aus, als würde ich auf Dauer an Roa nicht vorbeikommen. Kennt jmd. einen guten ("Roa"-)Arzt in/um Osnabrück? (PLZ-Bereich 49...) Ich meine, ich kann zumindest mal ein beratendes Gespräch diesbezüglich tätigen, da ich mit meiner Aknehaut zwar sehr am kämpfen bin (schon über Jahre), aber ich dachte, so schlimm, dass ich Roa brauche, ist es nicht. Doch die Haut sieht wirklich nicht toll aus... Mal besser, mal schlechter, mal total schlecht. Es gibt immer schlimmere Fälle, nehme ich an. Aber eine Beratung wäre langsam mal nicht mehr ganz unangebracht.
    Tara
     
  4. Imported154

    Imported154 New Member

    Als Antwort auf Re: Erythromycin - Resistenz geschrieben von Importer am 28. Oktober 2003 14:41:08:

    >Na, toll, du machst mir jetzt Mut. ;) Dabei bin ich so gut damit klar gekommen...
    >Ja, Mensch, es sieht ganz so aus, als würde ich auf Dauer an Roa nicht vorbeikommen. Kennt jmd. einen guten ("Roa"-)Arzt in/um Osnabrück? (PLZ-Bereich 49...) Ich meine, ich kann zumindest mal ein beratendes Gespräch diesbezüglich tätigen, da ich mit meiner Aknehaut zwar sehr am kämpfen bin (schon über Jahre), aber ich dachte, so schlimm, dass ich Roa brauche, ist es nicht. Doch die Haut sieht wirklich nicht toll aus... Mal besser, mal schlechter, mal total schlecht. Es gibt immer schlimmere Fälle, nehme ich an. Aber eine Beratung wäre langsam mal nicht mehr ganz unangebracht.
    >Tara
    Hallo,
    also, meine Hautärztin meinte, dass nach 4 Wochen absetzten die Resistenz normalweise verschwunden ist und man wieder von vorne beginnen kann. Vorallem wenn du Schälpräperate wie Benzoylperoxid verwendest, da sich die Haut schneller erneuert. Ich mache immer eine Pause und bis jetzt klappt es gut.
    Gruss
    Ben
     
  5. Imported564

    Imported564 New Member

    Als Antwort auf Re: Erythromycin - Resistenz geschrieben von Importer am 28. Oktober 2003 19:42:18:


    Ach, was?! Um die Suche nach einem Hautarzt in meiner UMgebung komme ich nicht rum, den kann ich dann mit Fragen löchern, aber ich danke dir für deinen Tipp und werde das jetzt einfach mal eine Weile sein lassen und dann nochmal schauen, ob und wie das Erythromycin noch wirkt. Schaden wird es wohl nichts... Aber eigentlich ist die Haut viel zu kostbar, um damit "Experimente" zu machen... :-\ Ich bin zwar in dermatologischer Behandlung (gewesen), aber wiegesagt, hier vor Ort habe ich jetzt erstmal noch keinen Arzt. Und ich dachte immer, Roa & co. sind für die richtig schlimmen Fälle gedacht, und ab wann beginnt ein "richtig schlimmer Fall"?

    >Hallo,
    >also, meine Hautärztin meinte, dass nach 4 Wochen absetzten die Resistenz normalweise verschwunden ist und man wieder von vorne beginnen kann. Vorallem wenn du Schälpräperate wie Benzoylperoxid verwendest, da sich die Haut schneller erneuert. Ich mache immer eine Pause und bis jetzt klappt es gut.
    >Gruss
    >Ben
     
  6. Imported154

    Imported154 New Member

    Als Antwort auf Re: Erythromycin - Resistenz geschrieben von Importer am 28. Oktober 2003 23:07:45:

    >
    >Ach, was?! Um die Suche nach einem Hautarzt in meiner UMgebung komme ich nicht rum, den kann ich dann mit Fragen löchern, aber ich danke dir für deinen Tipp und werde das jetzt einfach mal eine Weile sein lassen und dann nochmal schauen, ob und wie das Erythromycin noch wirkt. Schaden wird es wohl nichts... Aber eigentlich ist die Haut viel zu kostbar, um damit "Experimente" zu machen... :-\ Ich bin zwar in dermatologischer Behandlung (gewesen), aber wiegesagt, hier vor Ort habe ich jetzt erstmal noch keinen Arzt. Und ich dachte immer, Roa & co. sind für die richtig schlimmen Fälle gedacht, und ab wann beginnt ein "richtig schlimmer Fall"?
    >
    >>Hallo,
    >>also, meine Hautärztin meinte, dass nach 4 Wochen absetzten die Resistenz normalweise verschwunden ist und man wieder von vorne beginnen kann. Vorallem wenn du Schälpräperate wie Benzoylperoxid verwendest, da sich die Haut schneller erneuert. Ich mache immer eine Pause und bis jetzt klappt es gut.
    >>Gruss
    >>Ben
    Hi du,
    Roa ist auch indiziert ist, wenn der psychische Leidensdruck sehr groß ist. Dies gibt auch Roche selbst an. Ich denke, dass du dir einfach dir die Frage stellen solltest, wie schlimm deine Akne für dich ist und ob Sie dein Leben beeinträchtigt. Ich selbst würde Roa nicht nehmen, da ich momentan in Verhaltenstherapie bin und meine Akne nicht so schlimm ist, für mich selbst ist sie schlimm, kratze auch oft rum (that's my problem).
    Liebe Grüsse
    Ben
     

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