Homöopathische Mittel gegen Akne?

Dieses Thema im Forum 'Andere eingenommene Medikamente' wurde von dude gestartet, 13 April 2007.

  1. dude

    dude New Member

    Hi Leute,

    wollte mal wissen mit welchen homöopathischen mitteln akne behandelt wird?

    danke
     
  2. Harald

    Harald New Member

    Bei meinem praktischen Arzt gibt es ein Schild, wo - alphabetisch geordnet - alles steht, wogegen, die Magnetfeldtherapie wirken soll. Die Akne steht natürlich an erster Stelle. Was davon zu halten ist, kann ich dir natürlich nicht sagen und auch über sonstige Methoden weiss ich nicht mehr als du.
    Vermutlich wird dir aber bald jemand helfen... :)
     
  3. Was hat das mit Homoeopathie zu tun?

    Also ich hab mich auch mal in homoeopathische Behandlung begeben und das Ergebnis war sehr niederschmetternd. Es gab nicht mal eine Erstverschlechterung. Es ist einfach nichts passiert. So wie man das als rational denkender Mensch aber wohl auch erwarten sollte, wenn einem kein Wirkstoff verabreicht wird.

    Wenn Du Dich in eine Therapie begibst, wird der Arzt mit Dir eine Anamnese machen und ein passendes Mittel fuer Dich versuchen zu bestimmen. Also nicht direkt ein Mittel gegen die Krankheit.

    Du kannst es aber einfacherhalber auch mal mit Bachblueten probieren. Die machen ebenso wenig kaputt und werden auch nicht viel effizienter heilen.
     
  4. danielll21

    danielll21 Blackheadking

    ich verstehe unter homöopathie, reguläre arzneimittel, dosiert 1:1000000,geschüttelt nicht gerührt, und halt deren lateinische spassbezeichnungen, eigentlich sehr unwahrscheinleich das die was nützen, aber wenn ma dran glaubt!
     
  5. Nee nicht nur "regulaere" Arzneimittel. Homoeopathisch kann so gut wie alles verabreicht werden. Auch irgendwelche Pflanzen, die fuer sich genommen niemals als Heilpflanze verabreicht werden wuerden. Gold gibt es auch soweit ich weiss. :eek:
     
  6. Harald

    Harald New Member

    Ich hab so eine Bachblütensalbe, die sehr wohl wirkt, allerdings nur in Bezug auf Verlangsamung der Entstehung. Geheilt wird man dadurch wohl nicht.

    Hab die Magnetfeldtherapie unwissentlich in den Bereich der Homäopathie getan. Tut mir leid.

    Im Prinzip soll jeder probieren, was er glaubt, dass ihm hilft. In Deutschland und der Schweiz gibt es ja zum Glück - im Gegensatz zu Österreich - anerkannte Heilberufe abseits der universitären Medizin.
     
  7. Wie meinst Du das? Die Entzuendung bleibt laenger unter der Haut?
     
  8. Harald

    Harald New Member

    Ich kann es nicht genau beschreiben. Es ist jedenfalls alles langsamer.
     
  9. DrRenz

    DrRenz New Member

    @NoneOfTheAbove

    Welches Mittel hattest Du denn in deiner Homöopathischen Behandlung bekommen? Das ist ja das große Problem in der Homöopathie, genauso wie in der Schulmedizin: nicht jedes Mittel wirkt bei jedem Gleich.

    Ich bin jetzt rund 1 Jahr in hom. Behandlung und kann sagen: es wirkt. Und das, obwohl ich vorher auch der Meinung war: so niedrig dosiertes Zeug kann nicht helfen.

    Kurz zu meinem bisherigen Therapieverlauf: angefangen mit Sulfur C30, allgemeines Ausleitungsmittel. Danach Lycopodium, zur Verbesserung des allg. Gemütszustandes (ja, ist besser als jede Psychotherapie ;-) - und es wirkt).

    Zur Behandlung der Akne Hepar Sulfuris. Dabei kam es zu einer massiven Erstverschlechterung, stärker als unter Roaccutan, die dann deutlich zurückging. Aber es war wohl nicht stark genug, dass die Akne völlig verschwand. Daher "probiert" die Homöopathin es derzeit anders zu triggern.

    Wenn man überlegt, dass meine Hautärtze zuvor rund 13 Jahre mich behandelt haben und insbesondere mit den rund 10 Jahren Schältherapie nicht annähernd diese Erfolge erzielt haben, finde ich, dass es ein gutes Ergebnis der homöopathischen Behandlung ist... Man braucht aber Geduld, da der Körper quasi von innen nach außen "gereinigt" wird, d.h. die Haut kommt als letztes dran.
     
  10. Hi,

    hab im Laufe der Zeit sehr viele Mittel verschrieben bekommen. Gewirkt hat eigentlich gar nichts.

    Hab mich dann letztendlich fuer Roaccutan entschieden und bin mit dem Ergebebnis nach wie vor mehr als zufrieden.

    Will Dir die Homoeopathie und die Erfolge echt nicht schlecht machen, aber fuer mich hoert sich das wie ein herdiskutierter Therapieerfolg an. Eine Erstverschlimmerung ist schoen und gut, aber nicht zum Selbstzweck. Finde die nur akzeptabel, wenn es danach stetig bergauf geht, bis zur Heilung. Die Erstverschlechterung kann auch aufgetreten sein, weil Du wahrscheinlich aeusserliche Therapien absetzen solltest.

    Eine andere Sache ist, dass ich diese blumige Sprache der Homos ganz schlimm finde. Was bedeutet es bitteschoen eine Krankheit zu "triggern" ??? Wo ist dieser Begriff definiert und was ist darunter zu verstehen?
    Und was ist damit gemeint, dass eine Krankheit von innen nach aussen geheilt werden muss? Ist das ein biochemischer Prozess, oder soll die Krankheit damit auf psychische Ursachen zurueckgefuehrt werden?


    Gruß
    NoneOfTheAbove

    p.s.: Sorry fuer das bissl Polemik ;)
     
  11. DrRenz

    DrRenz New Member

    Sorry, wenn ich jetzt evtl. zum x-ten Mal Dir diese Frage stelle: seit wann ist Deine Roa-Behandlung abgeschlossen? und welche Dosis hattest Du, Welche Nebenwirkungen?

    Meine Aussage sollte nur klar machen, dass Homöopathie wirken kann. Ich sehe sie auch nicht als DAS Heilmittel schlecht hin, nur sollte man sich selbst überlegen, ob man und wie lange man seinen Körper mit Chemie "vollpumpen" will. Insbesondere, wenn die Chemie - so wie bei mir - keine langfristigen Erfolge erzielt hat. Ich finde es momentan angenehmer, dass ich nur 1x wöchentlich ein Globuli unter der Zunge zergehen lassen muss und mir nicht mehr täglich das Gesicht mit BPO eincremen muss (was ja u.a. diverse Bettwäsche schon ruiniert hat).

    Der Punkt ist doch, dass die Menschen in der heutigen Zeit viel zu schnell zu Chemiekeulen greifen und sich gar nicht überlegen, voher eine Krankheit kommt. Es werden immer nur die Symptome bekämpft, und nicht die Ursachen. Das ist halt der Preis unserer hochtechnologisierten Welt, in der es immer hektischer und brutaler wird.
    Und ich gehe jede Wette mit Dir ein, dass die Akne nicht Dein einziges "Problem" ist; mit anderen Worten, Dein Körper ist nicht 100%ig im Gleichgewicht. Daher ist eine Heilung von innen (Psyche etc.) nach Aussen (Haut) nötig. Soll jetzt nicht heissen, dass Du einen an der Klatsche hast, aber es ist nicht der optimalste Zustand, den Du haben könntest, oder?

    Triggern ist an sich kein festgelegter medizinischer Begriff; macht aber als Anglizismus schon Sinn im Zusammenhang mit der Homöopathie (Stichwort Similie-Prinzip): Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Dazu muss die Krankheit erstmal ausgelöst (to trigger :rolleyes: ) werden.

    Hmm, aber das mit dem herdiskutierten Therapieerfolg habe ich nicht ganz verstanden: wenn ich die Akne bzw. den Therapieerfolg herbeidiskutieren könnte (wie sie halt durch das entsprechende Mittel ausgelöst wurde), müsste ich sie doch auch wegdiskutieren können, oder? Sprich: Autoimmun-Heilung.

    Noch eine weitere Sache: selbst wenn Homöopathie nur Placebo-Wirkung hätte, ist es doch noch trauriger, wie oft man zu chemischen Mittelchen greift. Es geht anscheinend auch ohne, zumindest in vielen Fällen (schwere Krankheiten wie Krebs usw. sind natürlich nicht gemeint).

    So, ich hoffe, ich konnte Deine Polemisierung etwas abwenden :D ; aber eigentlich will ich ja nur etwas zum Umdenken animieren, dass man nicht immer sofort zur Chemiekeule greift, sondern auch mal was anderes probiert. Zurück zur Schulmedizin kann man mit der Akne immer. Aber jeder muss seinem Körper selber Rechenschaft zollen...

    Gruß,
    DrRenz (kein echter Doc ! - auch wenn ich oben recht geschwollen geschrieben habe)

    PS: "diese blumige Sprache der Homos ganz schlimm finde" - ich würde Homöopathen als Homös abkürzen :eek:

    PPS: ich wollte eigentlich auch nur wissen, welche Mittelchen Du hattest, um evtl. mal mit meiner Homöopathin darüber zu reden, ob es besser wirken könnte...
     
  12. Also ich gebe Dir vollkommen Recht: Die Schulmedizin versucht heutzutage jede kleine Krankheit mit Chemiekeulen zu bekaempfen. Weil es einfach und wirtschaftlich ist. Aber genau damit spielen sie den Homos in die Haende, weil es offensichtlich ist, dass das auf lange Sicht net gut gehen kann. Die Patienten sind enttaeuscht von der Schulmedizin und rennen zum Alternativmediziner.
    Fuer mich persoenlich ist die Konsequenz aus dem Zustand der Gesundheitssystems nun aber nicht, dass die Schulmedizin Mist ist, sondern dass der Patient eine aktivere Rolle einnehmen muss, in der er sich selbst ueber Krankheit und Therapie informiert und versteht was gut ist fuer ihn und was ihm nur aus wirtschaftlichen Interessen verkauft werden soll.

    Bei mir ist es nun aber so, dass ich ~10 Jahre mit der Akne zu kaempfen hatte und so gut wie alle (aeusserlichen) Therapien durchprobiert habe. Um Roaccutan habe ich einen Weg gemacht, obwohl es mir 2 mal vom H.A. nahegelegt wurde. Wie gesagt, stehe ich diesen radikalen Therapien auch sehr kritisch gegenueber.

    Mit nunmehr 25 habe ich mich aber als ultima ratio doch fuer Roa entschieden, da es mir als einzige Loesung erschien. Hab die Therapie selbststaendig bei 100mg/kg abgebrochen, da ich keinen Bock mehr hatte und mit dem Ergebnis zufrieden war. Ist jetzt, ein halbes Jahr spaeter auch immer noch so, dass es ein Erfolg auf ganzer Linie ist. Das heisst zwar, dass ich die Haut noch immer eincremen und pflegen muss, aber ich muss keine Cremes von Hautarzt mehr schmieren. Habe im Schnitt einen kleinen Pickel pro Woche ... vorher war es eine schwere Akne :D
    Nebenwirkungen waren bei mir minimal. Hatte halt trockene und duenne Haut. Blutwerte waren alle astrein. Das Preis-Leistungs-Verhaeltnis stimmt da absolut.

    Nun hast Du triggern zwar uebersetzt und auch umschrieben, wie man es im weitlaeufigen Sinne auffassen koennte, aber wirklich erklaert ist es damit nicht. Was geht denn nun im Koerper vor, wenn der Arzt eine Krankheit "triggert", indem er keinen Wirkstoff verabreicht?

    Mit "Herbeidiskutieren" meinte ich, dass die Haut objektiv nicht besser ist, aber subjektiv vom Arzt (und dann vielleicht auch vom Patienten) als besser bewertet wird. Das ist bei einer Krankheit, die sich nur in Aeusserlichkeiten manifestiert einfach moeglich.
    Ich hab das geschrieben, da Du geschrieben hast, dass Dein Homo nun doch nach einem anderen Mittel suchen muss. Das legt nahe, dass der Therapieerfolg doch nicht soooo durchschlagend war ;)
     

Die Seite empfehlen