Reine Haut durch kohlenhydratarme Ernährung/Low Carb

Dieses Thema im Forum 'Allgemeine Anfragen' wurde von lavista gestartet, 12 Februar 2008.

  1. lavista

    lavista New Member

    Hallo zusammen

    Ich verfolge nun schon seit geraumer Zeit einen alternativen Ansatz zur Behandlung der Akne.

    Es geht um die kohlenhydratarme (Low Carb) Ernährung und damit verbunden einem Konsum von mehrheitlich gesättigten und einfach ungesättigten Fetten, wobei die mehrfach ungesättigten möglichst vermieden werden sollten.

    Hier sehr ausführlich besprochen http://www.aknewelt.de/forum/ftopic2009.html

    Ich wollte mal hier nachfrage, ob ihr damit Erfahrungen habt:confused:
     
  2. pickelfee

    pickelfee New Member Staff Member

    Ich bin immer noch für eine "normal" gesunde Ernährung, in der alles vorkommen darf, also auch neben den gesunden Produkten das ein oder andere Schoko- oder Tortenstückchen :D
    Ich halte nichts von derart einseitiger Ernährung (Low Carb), da kann man auch sehr schnell in eine Ess-Sucht geraten.
     
  3. lavista

    lavista New Member

    Es entspricht der Ernährung nach der wir uns Jahrmillionen lang ernährt haben. Du solltest dir in Erinnerung rufen, dass wir uns so, wie wir uns heute ernähren, erst seit ca. 50 Jahren ernähren.
    Also prinzipiel kohlenhydrat- (und auch zucker-)reich. Vorher waren Fleisch, Geflügel, Fisch ab und zu Nüsse und Samen und moderat Gemüse (eher seltener Früchte) "unsere" einzige Nahrungsquelle.

    ich werde es mal durchziehen für ca. 6 Monate und sehen, was sich tut.
    Ich habe trotz Roa in den letzten Monaten durchgehend wieder Pickel und eitrige Stellen bekommen, was mich eben doch nachdenklich stimmte. Und in diesen Monaten habe ich mich so ernährt (pro Tag):

    - 300-400gr Reis oder 500-1000 gr Kartoffeln
    - ca. 400gr Gemüse
    - ca. 500- 1500gr Früchte
    - 200gr Nüsse oder manchmal 200-500gr Trockenfrüchte wie Datteln, Feigen, Rosinen
    - 1-2 Liter Orangen/Apfelsaft

    Man kann nachrechnen und ich komme auf gut und gern 600-700gr KH pro Tag (und das MINDESTENS) und ich habe bemerkt, dass ich durch vermehrtes Essen tatsächlich Pickel bekomme (v.a. bei hohem Konsum von schnellen Zuckern wie in Früchten, Fruchtsäften und Trockenfrüchten).

    Naja, ich überlasse es jedem selber doch ich rate jedem, dem die ärztlichen Empfehlungen nichts geholfen haben mal auf LC umzusteigen.

    grüsse
    crunchy
     
  4. Klingeling

    Klingeling New Member

    Die Legionäre des Römischen Reiches ernährten sich jetzt auch nicht gerade LC. Und das Römische Reich ist schon ein bisschen länger her als 50 Jahre... :D

    Das erscheint mir allerdings unvernünftig. 1Kilo Kartoffeln? 1,5Kilo Obst? 1/2Kilo Rosinen? 2Liter O-Saft? Wie schräg muss man drauf sein, um sich so zu ernähren? Das Du Dich jetzt einwenig überzuckert fühlst, kann ich mir gut vorstellen...
     
  5. pickelfee

    pickelfee New Member Staff Member

    Ja und vor allem 1-2 Liter Orangen-/Apfelsaft...Bei dem gedanken daran bekomme ich schon Sodbrennen en masse...nicht an meinen Darm zu denken:D
     
  6. lavista

    lavista New Member

    Wollte dies auch nur mal als Vergleich anführen, wie ich mich über lange Zeit (sicher ein halbes Jahr lang) ernährt habe - und dies nur um eine Ernährungsakne auszuschliessen.

    @klingeling: Bei den Römern gab es Brot, Olivenöl, Früchte und Fisch/Fleisch und nie diese KH-reiche Nahrung von heute

    gruss
    lavista
     
  7. Klingeling

    Klingeling New Member

    Nicht zu vergessen das auch von Dir geschätzte, sehr glukose- und fruktosereiche Trockenobst. Allerdings konnten sich sicher nur wenige Römer solche Mengen leisten, wie Du täglich konsumiert hast.

    Man muss jetzt aber auch nicht alles in sich reinstopfen, nur weil das Angebot da ist und weil man es bezahlen kann. Und man muss nicht anfangen, die KHe aufs Gramm genau abzuzählen (LC), nur weil man sie nicht mehr kilogrammweise konsumieren will...
     
  8. lavista

    lavista New Member

    Darum geht es nicht;)

    Ich habe während den letzten Monaten der Isotherapie einfach gemerkt, dass eine allzu hohe KH-Zufuhr einen negativen Einfluss auf die haut hat (sprich mehr Unreinheiten und Pickel) und die Akne ansich aktiver wird. Das hatte ich sonst während der ganzen Roakur nicht. Deshalb dieser Selbstversuch mit dem enormen verzehr von Zuckern.

    Was mich zum Umdenken bewegte war die Tatsache, dass ich vor der Roakur viele Teigwaren (200gr/d), Haferflocken (400gr/d) und Honig (100gr/d) verzehrte. Und mir fiel auch auf, dass meine Akne eigentlich erst richtig zu blühen begann, als ich im Alter von ca. 16 in eine abstrakte Magersucht glitt und mich nur noch von Früchten, light Joghurts, Kakao- und Iceteapulver und light Getränken ernährte.

    Du siehts also, dass meine Ernährung schon seit einigen Jahren nicht mehr "normal" ist (mit einigen Ausnahmen zwischendurch ;-)). Nichts desto trotz werde ich damit weiterfahren, bis ich mein Optimum gefunden haben werde.

    lavista
     
  9. Klingeling

    Klingeling New Member

    Akne und akneähnliche Hauterkrankungen sind nicht allzu besonders im Alter von 16. Mir würden dafür zuerst ganz andere Erklärungen einfallen als 'ne skurrile Ernährung...

    Bist Du eigentlich immer noch auf Kortison? Das hat ja die Nebenwirkung, den Appetit anzukurbeln.
     
  10. lavista

    lavista New Member

    :) Dass Du Dich noch daran erinnern kannst
    Nein, schon seit einem Jahr nicht mehr.

    Wie gesagt, wenn ich jetzt nachdenke dann scheint es mir die plausibelste Erklärung zu sein. Und ich muss sagen, dass es auch schon einigermassen beginnt "zu wirken". Hatte ich vor LC immer auf jeder Backe so ca. 3 Pickel die schmerzten (und natürlich noch einige auf den Schultern:eek: ), so sind diese nun weg.

    Ich habe aber manchmal das Gefühl, dass beim Schlafen durch die unkontrollierte Reibung des Kopfes auf dem Kissen pickelähnliche Entzündungen entstehen.

    Naja, wie auch immer, schaue mal was sich tut.

    lavista
     
  11. Tommy

    Tommy New Member

    Der heutige Mensch, den es erst etwa 200 000 Jahre gibt (!), hat vor etwa 8000 Jahren angefangen Ackerbau zu betreiben und Getreide, zu essen. Mit dem Verzehr von Getreideprodukten fing im übrigen die Kariesproblematik an, da jene zu Zucker gespaltenen Kohlehydrate munter an den Zähnen kleben bleiben. Die 8000 Jahre sind im Vergleich zur Entwicklung des Menschen eher ein Staubkorn in der Zeit, im Grunde haben wir uns seit damals gar nicht im Erbgut verändert.
    Auch Erkrankungen wie Arterienverkalkung/Übergewicht in Folge Herzinfarkt sind bereits ab diesem Zeitraum bekannt, allerdings nur bei Adeligen, d.h. nicht körperlich arbeitenden Personen, vor allem weil die entsprechend konservierend bestattet wurden und man es daher genau feststellen konnte.

    Natürliche Nahrung für den Menschen ist wohl: Fleisch, Fisch sowie alle Pflanzen (inkl. Obst und Gemüse) die man ohne sie groß zu verarbeiten verzehren kann.

    Die heutigen Empfehlungen möglichst viele Kohlehydrate zu essen sind eine freie Erfindung entsprechender Lebensmittelkonzerne, die Ernährungspyramide hat ein Maisflockenhersteller erfunden (dazu gibt es gute Dokumentationen die ab und zu auf Phoenix wiederholt werden), die Politik zog mit, die DGE arbeitet eng mit jenen Produzenten zusammen um das Bild "Kohlehydrate zur Sättigung" und "Fett ist Böse" aufrecht zu erhalten. Jeder der sein Gehirn etwas einschaltet weiss jedoch was daran nicht stimmen kann: Radprofis z.B. konsumieren vor einem Rennen große Mengen Nudeln um für den folgenden Tag genügend Energiereseven zu haben. Was stellt wohl der Körper eines Menschen mit den Kohlehydratmengen an, der keinen Leistungssport betreibt?
    Kohlehydrate sind im übrigen für den Menschen nicht notwendig, der Körper kann sie selbst via Gluconeogenese herstellen.


    Aber ich kann euch, als noch immer Akne Opfer, etwas von der Strategie nehmen, so einfach ist die Thematik "Lebensmittel sind Schuld" auch nicht, zwar sollte man von Convenience Zeugs tunlichst die Finger lassen, alleine wegen den Zusatzstoffen, aber selbst in freier Natur unabhängig lebende Indianer neigen zu Akne. Das könnte an den Kartoffeln liegen die sie verzehren, muss aber nicht so sein.
     
  12. Klingeling

    Klingeling New Member

    Hey Tommy, wusste gar nicht, dass Du auf dem LC-Trip bist? :confused:

    Diese Vorstellung von steinzeitlicher Ernährung ist mir zu romantisch.

    Natürlich ist für den Menschen neben dem Appetit auf Süßes vor allem der Hunger. Wenn man quasi unter freiem Himmel leben muss, ist es schwer, den Kalorienbedarf zu decken. Da wird alles verwertet, was Energie liefert. Am meisten Energie liefert tierisches Fett, allerdings ist die Großwildjagd selbst ausgesprochen energieaufwendig und gefährlich.

    Über die tatsächliche Nahrungszusammensetzung entschied das Angebot des Siedlungsgebietes. Wo es ging, stand mengenmäßig (nicht unbedingt kalorisch) pflanzliche Nahrung an 1. Stelle, wildes Getreide inklusive. Dann folgte Kleingetier, Insekten inklusive, Eier, Honig. Dann Aas. Erst wo das nicht reichte, bemühte man sich bei Fischfang und Großwildjagd.

    Ja, der Mensch ist als Omnivore sehr flexibel, kann auch mit einem geringen Anteil pflanzlicher Nahrung überleben. Allerdings wurden die grossen zivilisatorischen Fortschritte in Kulturen gemacht, die Nahrungspflanzen verarbeiteten, ergo mehr Kohlenhydrate konsumierten. Der moderne Mensch will mindestens doppelt so alt werden wie sein steinzeitlicher Vorfahre und muss heute ganz anderen Anforderungen genügen.
     
  13. Tommy

    Tommy New Member

    Wenn man neben Akne in meinem Alter auch noch mit anderen Krankheiten zu kämpfen hat, die Schulmediziner zu oft als "chronisch" abgehandelt haben weil sie keine Antworten kannten, dann kommt man nun einmal auf die Idee bestimmte Dinge des Alltags zu hinterfragen. In Sachen Ernährung läuft in unserem Lande sehr viel falsch, das ist kein Geheimnis. Zudem sind Nahrungsmittel Dinge die wir täglich unserem Körper in großen Mengen zuführen, wenn man dann erfährt das der Durchschnittsdeutsche jährlich 1,5kg Zusatzstoffe futtert, die aus dem Chemielabor kommen und keine Medikamente sein sollen, dann wird man auch kritischer bezüglich Machenschaften der Lebensmittelindustrie. Was dann wiederum irgendwann zur Pyramide führt, die eigentlich frei erlogen ist, ebenso wie "Ernährungsempfehlungen", keiner von uns ist gleich, das ist genauso Verbraucherverwirrung wie Vorgaben für Blutwerte um bestimmte Medikamente besser verkaufen zu können, die mit dem Einzelnen aber wenig zu tun haben.

    Komme etwas in der Realität an, mit Romantik hat das wenig zu tun sich unsere Vorfahren zu betrachten, eher damit Rückschlüsse ziehen zu können was uns heute krank macht. Die Natur hat nie vorgesehen das wir Pflanzen verarbeiten, erhitzen (das ist im Grunde ja eine chemische aufbereitung/vorverdauung) um sie dann als "Grundnahrungsmittel" in großen Mengen zu konsumieren, obwohl wir die Energiemenge daraus gar nicht verwerten können, im Gegensatz zu z.B. Bauern im Mittelalter die schwer körperlich arbeiteten, ohne Bürostuhldauersitzer und ständig "aus dem Auto Faller" zu sein.

    Mal ein kleiner Denkanstoß:
    Einmal angenommen, die (Kälooocks -Name geändert ;) )- Pyramide ist richtig, die These das tierisches Fett dick und krank macht ist richtig, künstliche Zusätze in Lebensmitteln z.B. künstl. Vitamin C oder Schimmelpilzaromen seien "gesund", Diätprodukte (mit Zuckerersatzstoffen) machen schlank.
    Warum wird dann der Durschnitt der Bevölkerung in den Ländern wo diese Thesen indoktriniert werden immer dicker (mit allen Folgen), inklusive zunehmender Allergie oder auch Diabetishäufigkeit? Weil das alles seine Richtig keit hat?


    Tierisches Fett hat nicht nur viel Energie, es ist vom menschl. Körper auch leicht verdaubar, leichter als jedes Pflanzenöl. Süßes? = Obst. Glaube ja nicht der "Heißhunger" auf Süßkram wäre so natürlich, den kann man anerziehen, die Lebensmittelindustrie hat Ahnung davon, packt nicht umsonst Lebensmittel für Kinder mit Zucker voll.

    Der Mensch hat Gruppen gebildet um auf Großwildjagd zu gehen, Schwächere wurden dabei nicht einbezogen, gefährlich? Das ist das ganze Leben.

    Du hast Recht wenn du das Siedlungsgebiet erwähnst, aber die pflanzliche Nahrung stand und steht nur bei den Völkern an erster Stelle die seßhaft geworden sind, und das ist bedingt nur in warmen Klimazonen möglich, selbst im heutigen Europa ermöglichte erst Pflanzenzucht/Ackerbau/Düngung bzw. regelmäßiger wechsel der Felder die Seßhaftigkeit. Das passierte hier erst in der Jungsteinzeit, zudem mussten erst Wege erdacht werden Getreide durch Verarbeitung verwertbar zu machen, folglich es zu mahlen, zu gären und zu Brei, Brot oder Bier zu weiterzuverarbeiten, das wiederum verlangt Organisation einer größeren Gruppe: Zivilisation.
    Du kannst gerne einmal probieren dich mit unverarbeitetem (wildem) Getreide zu ernähren, du wirst nicht weit damit kommen, du hast nicht mehrere Mägen, ein entsprechendes Gebiß und bist kein Wiederkäuer, du kannst es nicht verwerten.

    In kalten Klimazonen war es üblich der Nahrung zu folgen, d.h. dem Wild oder im Sommer auch den Fischen, Pflanzliche Nahrung bietet in jenen Regionen gar nicht die notwendige Energie um "Grundnahrungsmittel" zu sein, Ackerbau undenkbar bei teilweise Permafrostböden.

    Genau der Ansatz stimmt auch nur bedingt, wie erwähnt, in 10 000 Jahren hat sich unser Erbgut nicht verändert. Die größte Entwicklung, das Gehirnwachstum, wie auch der aufrechte Gang, führt die Wissenschaft auf die Jagd bzw. das verwenden des Feuers zur Garung von Fleisch zurück (um es leichter verdaulich zu machen).
    Da für Ackerbau zivilisatorische Strukturen/Seßhaftigkeit notwendig sind, ergibt sich quasi von selbst das mehr Menschen auf einem Fleck mehr Ideen zu Erfindungen haben reifen lassen. Den interkulturellen Austausch hingegen brachten wandernde Bevölkerungsgruppen, die Teils noch wie Jäger und Sammler lebten, aber fortschreitend auch auf die Zivilisation zurückgreifen konnten.


    BTW: Ich werde demnächst einen Selbstversuch machen, ich denke nach 2-3 Monaten mit radikaler Kohlenhydratreduzierung und auch unter verzicht auf zuviel Säure in Lebensmitteln sollte man schon etwas an Veränderung "spüren". Ich werde hier berichten was sich tut :rolleyes:
    Meine Voraussetzungen sind dafür fast ideal: leichtes Untergewicht, (angeblich) sehr gute Blutwerte.
     
  14. lavista

    lavista New Member

    @tommy: Da hat sich aber wer mit der Materie beschäftigt:D

    Das mit dem Fortschritt verbinde ich auch mit der abnehmenden Migrationshäufigkeit und dem damit verbundenen grösseren Austausch des Wissens und Könnens. Auch konnte man so Wissen über mehrere Generationen in grossem Umfang weitergeben.

    @Klingeling: Die MEnschen wurden früher nur 30-40 Jahre alt, da sie oftmals auf der Jagd, durch Verletzungen, durch Infektionen usw. schon früh starben.

    Ich halte es jedoch für sehr unwahrscheinlich, dass der exzessive Kohlenhydratkonsum uns intelligenter machte. Der Körper produzierte ja schon immer bei Bedarf Ketonkörper (falls er sich aufgrund der ausbleibenden Kohlenhydraten in Ketose befand). Das einzige was heute neu ist, ist die schnellere und dauernde Verfügbarkeit von Kohlenhydraten.

    Was mich eigentlich erstaunt ist, dass ich in meinem Leben noch nie einen Schwarzen mit Akne gesehen habe. Und ich lebe nun wirklich in einer STadt mit vielen Schwarzen Menschen.

    gruss
    lavista
     
  15. Klingeling

    Klingeling New Member

    Ich meine, es ist romantisch, jeden Tag ein kalorienreiches Fleischfest zu feiern in der Annahme, man ernähre sich nun wie in der Steinzeit...

    Ich glaube ja, die "Natur" hat genau das "vorgesehen", was der Mensch dann schließlich gemacht hat.

    Es soll ja auch heute noch Leute geben, die körperlich schwer arbeiten... Zudem kann man die Kalorienaufnahme an den Verbrauch anpassen. Das sollte man auch bzgl. Fettkonsum tun. Die meisten Europäer brauchen aber heute viel weniger Kalorien als in der Steinzeit, das ist richtig.

    Noch existente, sog. "Naturvölker" riskieren viel, um an "Süßes" (ich dachte da vor allem an Honig) zu kommen. Es ist in uns angelegt, ja.

    Du kannst ja mal mit Deinen Kumpels und lediglich steinzeitlicher Ausrüstung für 3 Wochen in den Wald ziehen, um zu erfahren, wie schwierig es ist, damit Großwild zu erlegen...

    Glaub ich nicht.

    Dazu fällt mir Müsli ein und - was die Schlichtheit der Argumentation betrifft - Dr. Schnitzer.

    Ich gebe zu, dass der hergestellte Kontext zw. KH-Konsum und zivilisatorischem Niveau etwas schlicht ist. Ich finde aber die Begründungen für LC, die ich hier lesen konnte, nicht weniger schlicht.
     
  16. Tommy

    Tommy New Member

    Das ist ein falscher Eindruck ;) Die Akne sieht man Hautfarbenbedingt wohl weniger, achte auf die Narben und du wirst feststellen das Schwarze mit dem selben Problem bestimmt ebenso häufig zu kämpfen haben. Das sieht man auch bei div. "Promintenten", wo Abdeckmittel nicht ausreichen um das zu kaschieren.
    Es gibt auch die langläufige Meinung Asiaten hätten keinen anlagebedingten Haarausfall, das stimmt auch nicht, obwohl man den Eindruck haben könnte..


    Es gibt noch einige Völker die zumindest annähernd so leben, auch wenn sie teilweise bei der Jagd dann doch lieber Helikopter und Schusswaffe benutzen.

    Genau das glaube ich nicht, der Mensch hat sich die Natur "Untertan" gemacht, hat sie überlistet, Werkzeuge benutzt und wurde daher zu dem was er ist. Betrachtet man best. Primaten, stellt man neben dem hohen Früchte und Hülsenfruchtkonsum auch die merkwürdige Eigenart fest, dass sie ab und zu auf Jagd gehen. Die kommen dabei nicht von den Bäumen herunter, aber sie jagen kleinere Affenarten und essen diese roh.


    Ich sag's mal einfacher, wir "Bürohocker", die nicht hart körperlich arbeiten, brauchen diese Zuckerbomben gar nicht, Ausdauersportler hingegen schon. Der Fehler "im System" ist, dass viele seit frühster Kindheit darauf getrimmt werden "sich satt zu essen" (und am besten mit Kohlehydraten..!). Du hast den "Heißhunger" erwähnt, der ist mit Sicherheit auch ursächlich für zuviel Verzehr, eine Eigenschaft die man bei Fett/Fleisch/Fisch eher nicht kennt.

    Wie gesagt, wir kamen von den Bäumen, was Fruchtzucker betrifft (Honig ist doch auch ein natürlicher vorkommender Zucker, aus Blüten..) ist die Anlage da, aber nicht was aufbereitung von Nahrungsmitteln betrifft um deren Zuckergehalt überhaupt nutzen zu können.

    Wir haben in unseren Breiten kein wirkliches Großwild mehr ;) Auch findet man es nicht mehr so häufig, Jäger halten den Bestand ziemlich klein, damit das böse Viehzeug nicht an die Äcker der Bauern geht. Zudem ist es möglich sich dadurch zu ernähren, zumindest wenn man alte Techniken benutzt.

    Probier es aus :D Besorg dir natürliche Getreidesorten (z.B. unverarbeitetes Einkorn) und versuche dich damit, ohne Verarbeitung, zu ernähren, du wirst daran scheitern, dein Körper kann damit nichts anfangen, selbst wenn du versuchst es durch kauen zu mahlen gehen allenfalls noch deine Zähne drauf.
    Sowas macht auch keiner ins Müsli, eher Nüsse, Haferflocken (bearbeiteter Hafer) und geschälte Sonnenblumenkerne.


    Ich habe gestern einen Artikel in der FR gelesen, da küren es Wissenschaftler als Erkenntnis, der Mensch habe nicht durch Fleisch sondern durch Zuckerkonsum sein "Gehirn" aktiviert, merkwürdigerweise stand am Ende ebenfalls das Ackerbau, Kultivierung von Pflanzen und gezielter Kohlenhydrateinsatz erst seit 10 000 Jahren stattfinden.
    Droht uns jetzt der Planet der Affen weil Primaten gerne Honig und Früchte essen? :D Was ist mit Insekten die auf Fruchtzuckerjagd gehen, oder anderen Säugetieren? Alles potentielle Intelligenzprotze?

    Ich sehe da eher den direkten Zusammenhang zum aufrechten Gang, und den hat der Mensch "nur" gebraucht weil er als Baumkletterer auf die Jagd gehen wollte.. Ebenso sollte man dann den Einsatz des Feuers nicht unterschätzen, die Garung von Fleisch/Fisch, wahrscheinlich auch von "Gesammeltem" entlastet den Organismus, gibt Zeit andere Dinge zu tun, alles andere ist erst so kurz Teil unserer Geschichte das man es als Staubkorn in der Entwicklung sehen muss. Sicher, Kohlenhydratkonsum/Ackerbau führte indirekt zur modernen Zivilisation, dennoch ist der "weniger" natürlich wie man uns allen gerne erzählen will. Das ist mein Kritikpunkt :rolleyes:

    Vielleicht sollte man sich mehr mit dem europäischem Adel des Mittelalters beschäftigen, damals war es schick den Bauern ihr Getreide zu lassen und selbst den hohen Fleischkonsum, natürlich auch mit Früchten garniert, zu genießen.
    Kartoffeln, Tomaten, Mais und selbst Bohnen gab's erst später als jemand Indien suchte und über den großen Teich fuhr..
     
  17. Bullet1988

    Bullet1988 New Member

    Low Carb ist im jeden Fall ie bessere Ernährungsweise !

    Ich hab mich auch mit der Materie auseinander gesetzt und habe Dokumentationen gesehen.
    Da wurde auch gesagt das der Mensch laut Pfunde der Sterblichen überreste vor dem Ackerbau viel Fleich Fisch Gemüse/Früchte assen und deutlich länger gelebt haben und gesünder waren !
    Die Pfunde Sterbliche überreste von Menschen aus der Zeit der Ackerbaus waren plötzlich viel kränker und wurden weniger alt.

    Ich selber habe auch schon Loa Carb Diäten gemacht ! Und Optisch verändert man sich schnell zum positiven.

    Wir leben heute in einer Kohlenhydrat Mast !
    Reis,Kartoffeln,Nudel,Brot, Zuckerhaltige Lebensmittel usw wenn als Beilage ansehen, oder besser drauf verzichten.
     
  18. Jungsmama

    Jungsmama New Member

    Was soll an Reis , Kartoffeln , Brot etc nicht gut sein!! Ich denke oft , man macht sich doch selber nur verrückt!! Heute ist das nicht mehr gesund, Morgen ist es was anderes.......................................nein echt da kann ich nur den Kopf schütteln!!!!!!!:confused: ;)
     
  19. pickelfee

    pickelfee New Member Staff Member

    Liebe Jungsmama !

    Ich bin absolut Deiner Meinung ! Ich persönlich ernähre mich ausgewogen und nicht allzu ungesund, aber nicht nach einem strengen Diätplan. Es gibt bei mir von Müsli mit Haferflocken über Vollkornnudeln bis Schokolade und Tortenstückchen alles und es geht mir absolut gut dabei und ich bin kerngesund.
    Das einzige, was meine Haut wirklich blühen lässt, sind Chips und Senf, auch Curry gehört zu den von mir gemiedenen Gewürzen.
    Aber sonst esse ich alles und vor allem esse ich ohne Angst ! Alles andere wäre für mich eine grobe Einschränkung meiner Lebensqualität, sogar mehr noch als ein Pickel :cool: :cool:

    Gruss, Lisa
     
  20. Jungsmama

    Jungsmama New Member

    Genau Pickelfee !!:D :D Schön , bist du auch meiner Meinung!!

    Hoffe dir geht es gut und bist gesund und munter!!:)

    En liebe Gruess us de Schwyz;)
     
  21. pickelfee

    pickelfee New Member Staff Member

    Liebe Jungsmama !

    Danke, mir geht es sehr gut, hauttechnisch alles ok :D

    Liebe Grüße aus Wien,

    Lisa
     
  22. fierra

    fierra New Member

    Ich finde inzwischen, bei Akne sollte man sich um andere Sachen Gedanken machen als um die Ernährung. Klar, es gibt ein paar Sachen, die Pickel mehr oder weniger stark fördern (bei mir hauptsächlich Sahne, Alkohol, zuckerreiche Süßigkeiten - alles in größerer Menge, natürlich).
    Aber die wahre Ursache liegt in der Hormonproduktion des Körpers bedingt (v.a. Testosteron), in den entwicklungsbedingten Veränderungen des Körpers während der Pubertät und einer angeborenen Empfindlichkeit der Haut für ebendieses Hormon, Testosteron.
    Zumindest ist das die verbreitetste Ursache, Nahrungsallergien u.ä. sind wohl nur für einen kleinen Teil der Aknefälle verantwortlich.

    Nun lässt sich aber weder die Hormonproduktion des Körpers noch die Anfälligkeit der Haut durch die Ernährung stark beeinflussen. Klar kann es sein, dass z.B. zuckerreiche Sachen kurzfristig die Hormonproduktion pushen, was dann zu einer sichtbaren Verschlechterung der Haut führt.
    Aber andererseits ist auch in tierischen "lowcarb" Nahrungsmitteln oft viel Cholesterin enthalten, welches im Körper zu Geschlechtshormonen (u.a. Testosteron) umgebaut werden kann. Tw. sogar direkt noch hormonähnliche Stoffe.
    Auch stark eiweißreiche Kost (die bei LowCarb ja gegeben wäre) soll zu erhöhten Testosteronausschüttungen führen; angeblich nutzen Bodybuilder diesen Effekt (auch wenn illegale Steroide in Bezug auf Akne-Auslösung noch mal etwas effektiver sind :D ).
    Daher kann ich mir eigentlich auch nicht vorstellen, dass LowCarb-Ernährung den Hautzustand verbessern soll.
    Bis auf ein paar wenige Erfahrungsberichte, die aber gut auf Placebo-Effekt beruhen können (kenne das von mir selber früher nur zu gut - da war es aber low-fat) habe ich da nie was Seriöses drüber gehört.
    Ich meine, selbst magersüchtige Mädels werden ihre Akne nicht los, obwohl sie wirklich sehr wenig essen und oft sehr gesund. Und andere Menschen essen Burger, Haribo und Torte ohne Ende und haben trotzdem höchstens mal ein, zwei Pickel. Allein das spricht meiner Meinung nach dagegen, dass man es durch Ernährung großartig verbessern - oder verschlechtern - kann.
    Klar, wenn man alles richtig macht, hat man vielleicht mal drei Pickel weniger - aber ich denke bei den meisten hier ist das doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein und ändert am "Grundzustand" wenig.


    Ach ja, ich habe tatsächlich mal einen Erfahrungsbericht eines Amerikaners gelesen, der glaubte, die "wahre Ursache" der Akne gefunden zu haben: Er bildete sich ein, Zucker wäre der alleinige Übeltäter. Als der Typ mit seiner zuckerfreien Lebensweise begonnen hat, war er allerdings schon in etwas reiferem Alter (ich glaube über 40 - spricht nicht unbedingt für einen "typischen Aknepatienten") Er merkte dann wohl eine enorme Verbesserung seines Hautbildes, wenn er keinen Zucker mehr aß und gab diese Ernährungsweise offensichtlich auch erfolgreich an seine aknegeplagten Söhne weiter. Soweit, so noch einigermaßen vorstellbar, naja. Ob der Mann wusste, dass der Zucker im Obst im Körper in genau die gleichen Bausteine zerlegt wird wie der Industriezucker und selbst Getreide zu ebenjenem Zucker - Glucose -abgebaut wird, ist mir unbekannt. Ich glaube, er war nicht der hellste. Naja, jedenfalls schien es nicht dauerhaft beim schönen Hautbild zu bleiben und die Ursache dafür war schnell erkannt: Zucker ist in so vielen Lebensmitteln zugesestzt und selbst kleinste mg-Mengen lösten offensichtlich die blühendsten Gesichter bei den Familienmitgliedern aus. Der Mann hat dann soweit ich weiß sogar irgendeine aberwitzig kleine Zahl ausgerechnet, ab welcher Menge Zucker es für seine Haut schon gefährlich würde.:rolleyes:
    Naja spätestens da war mir klar, der Typ spinnt. Was ich denke: Irgendwann einmal hat er eben zufällig einen Erfolg durch Zuckerverzicht verzeichnet, was ja schon plausibel ist. Aber anstatt einzusehen, dass Zucker eben in größeren Mengen Akne verschlimmern kann, folgerte er daraus, dass Zucker URSÄCHLICH für Akne ist. Nach den anfänglichen Erfolgen kamen dann wahrscheinlich die Rückschläge, es tauchten neue Pickelchen auf. Anstatt nun aber einfach einzusehen, dass Zuckerverzicht eben doch nicht alles ist, hielt der Typ eben einfach an seiner Theorie fest. Ist ja einfach: Zucker war eben in kleiner Menge "versteckt" irgendwo enthalten und hat den neuen Schub ausgelöst... Ich denke, dass der Mensch (er war wohl wie gesagt schon etwas älter, wenn nicht sogar Rentenalter) dann immer paranoider geworden ist. Am Ende wollte er mit seinem Zuckerverzicht nicht nur Akne, sondern noch alle möglichen anderen Zipperlein beseitigt haben... wer weiß, ob er überhaupt selbst noch daran glaubt.

    Macht euch nicht verrückt, Leute, und quält euch nicht mit Ernährungsweisen, die euren Geschmacksvorlieben vielleicht komplett entgegensthenen! Wenn man Übergewicht hat und abnehmen will, ist lowcarb vielleicht eine Option, aber lebenslang, wegen Akne?! Ich weiß, wenn man Akne hat, greift man manchmal zu jedem Strohhalm...
     
  23. skunker

    skunker New Member

    Also das thema mit dem essen habe ich auch seit geraumer zeit und was ich festgestellt hab ist das ich mehr auf Milchprodukte reagier. Esse ich 2- 3 becher joghurt bekomme ich 2 tage später 2 pusteln mehr. Auch so mit banane, ich weis nicht warum, aber ich bekomme dadurch mehr pickel. Ich mache kraftsport und bin dadurch an eine gute kh - versorgung gebunden. Esse ich zu wenig, merk ich im training einbusen und zudem möchte ich masse aufbauen. Also kh-reiche ernährung tat bei mir nie was zur sache, eher ungesunde und unausgewogene ernährung. Ich esse viel fisch, kartoffeln, gemüse, nudeln (lachsnudeln am liebsten) esse viel obst und vor und nach dem training meine haferflocken mit rosinen oder apfel und zimt. Viel vitamine und ausgewogene ernährung hat bei mir schon geholfen mein hautbild zu verbessern und mein allgemeines wohlbefinden. Am besten ist es ihr rechnet mal aus was ihr für euch an kh braucht. Da gibts ganz viele tools im inet dafür, oder ihr geht zu einem arzt. Dann stellt euch danach eine ausgewogene ernährung zusammen mit wenig bis gar keinen milchprodukten, lasst citrusfrüchte wie orangen und zitronen weg, trinkt viel kamillentee und dann schaut mal was sich tut. Achja und am besten hat das aufhören mit dem rauchen geholfen bei mir. Meine freundin sagt sogar das sieht man extrem seit dem ich nichtmehr rauche.
     
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  24. DanaBo

    DanaBo New Member

    Komplett auf Kohlehydrate zu verzichten halte ich nicht für sinnvoll, darauf ist der Mensch nicht ausgelegt (auch Obst und Gemüse haben teilweise Kohlehydrate). Eine gesunde Mischkost ist immer noch am besten.
     
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  25. Zickzackkind

    Zickzackkind New Member

    Haha schon traurig wie brainwashed die Gesellschaft von der Agrarindustrie ist...

    Gönnt euch mal schön eure Hormoncocktails wird wahrscheinlich toll gegen Akne helfen!
     
  26. DanaBo

    DanaBo New Member

    Klingt jetzt vielleicht blöd für die meisten hier: Aber bei mir hat die Ernährungsumstellung den gewünschten Erfolg erzielt.

    Meine absolut hilfreichen Tips gegen Pickel: Sport treiben, frische Luft, kein Zucker, kein Weizenmehl (geht alles!!!), keine Zuckerersatzstoffe.
     
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