Vitamin A-Säure auch bei milder Akne eine Alternative

Dieses Thema im Forum 'Archiv' wurde von Imported588 gestartet, 28 Dezember 2003.

  1. Imported588

    Imported588 New Member

    HAUTREPORT
    Ausgabe Juli 2003
    Kurz und fündig
    Interessantes aus Fachkreisen
    Vitamin A-Säure auch bei milder Akne eine Alternative 1. Auf der 61. Jahrestagung der American Academy of Dermatology (AAD) stellte Professor Dr. Gerd Plewig von der Universität München Behandlungsergebnisse von 33 Aknepatienten mit Isotretinoin (Roaccutan) in Dosierungen von 2,5 mg zweimal wöchentlich bis 20 mg täglich vor. Bei milder Akne reichten bereits Dosen von 5 mg pro Tag für eine Gesundung der Haut aus. Bei Verwendung von derart geringen Dosen ergibt sich während der sechs Monate dauernden Therapie eine Isotretinoin-Gesamtdosis, die als ausgesprochen nebenwirkungsarm betrachtet werden kann. Eine Therapie sei dadurch wesentlich länger möglich, so Professor Plewig. Aufgrund seiner embryo-schädigenden Wirkung darf Roaccutan bei Frauen jedoch nur unter sicherer Verhütung angewandt werden, was die Verwendungshäufigkeit stark einschränkt.
     
  2. Imported647

    Imported647 New Member

    Als Antwort auf Vitamin A-Säure auch bei milder Akne eine Alternative geschrieben von Importer am 28. Dezember 2003 16:43:11:

    >HAUTREPORT
    >Ausgabe Juli 2003
    > Kurz und fündig
    Nicht ganz so kurz und ein bisserl' informativer gibts das selbe für die die es interessiert hier (englisch):
    http://www.dermatologytimes.com/dermatologytimes/article/articleDetail.jsp?id=65528
     
  3. Imported1700

    Imported1700 New Member

    Als Antwort auf Re: Vitamin A-Säure auch bei milder Akne eine Alternative geschrieben von Importer am 28. Dezember 2003 23:39:50:

    Hallo Norbert und Mat,
    hab mir den Artikel durchgelesen , und muss sagen hört sich interessant an. Allerdings ist mir eins nicht so richtig klar geworden (vielleicht bin ich zu blöd): soll mit einer einmaligen niedrigdosierten Roa-Therapie die leichte Akne geheilt werden , oder soll mit einer ständigen niedrigen Roa-Therapie die leichte Akne unterdrückt werden ( ne Dauerroatherapie kann doch bei leichter Akne , finde ich , auch net die Lösung sein) ? Vielleich hat es jemand von euch besser verstanden , und kann mir erklären wie das Genau gemeint ist , wär echt nett.
    Gruß Alex
     
  4. Imported647

    Imported647 New Member

    Re: Vitamin A-Säure auch bei milder Akne eine Alternative (lang)

    Als Antwort auf Re: Vitamin A-Säure auch bei milder Akne eine Alternative geschrieben von Importer am 29. Dezember 2003 00:56:44:

    Hi Alex,
    > hab mir den Artikel durchgelesen, und muss sagen hört sich
    > interessant an. Allerdings ist mir eins nicht so richtig klar
    > geworden (vielleicht bin ich zu blöd): soll mit einer einmaligen
    > niedrigdosierten Roa-Therapie die leichte Akne geheilt werden ,
    > oder soll mit einer ständigen niedrigen Roa-Therapie die leichte
    > Akne unterdrückt werden
    Ersteres.
    Der Artikel spricht im wesentlichen von zwei Dingen: Therapie von milden Akne fällen und erhaltungsdosen bei schweren Aknefällen.
    Im groben geht es darum das sich die 0.5 mg/kg - 1.0 mk/kg und die 120mg/kg Gesamtdosis in Studien über schwere Aknefälle als sinnvoll erwiesen haben. Die Frage der Plewig (und andere) nachgehen ist ob diese Werte auch für mittelschwere und milde Akne notwendig sind: Plewig (und andere vor ihm) kommen zu dem Schluß das diese Werte in solchen Fällen nicht angebracht sind, sondern low dose Therapien erfolgsversprechend sein können... (und laut Plewigs Studie sind sie es)
    Ein anderer ähnlicher Versuch gab es mal mit Patienten fortgeschrittenen Alters. Die Dosen waren ähnlich niedrig wie bei Plewigs Studie.
    Eine andere Studie (die allerdings eine andere Methode versucht) spricht bei einer Art Intervall Therapie von einer Rückfallquote von 39% Prozent - was ungefähr mit der gewöhnlichen Therapie übereinstimmt:
    Treatment of acne with intermittent isotretinoin.
    Goulden V. Clark SM. McGeown C. Cunliffe WJ.
    Dermatology Department, Leeds General Infirmary, UK.
    British Journal of Dermatology. 137(1):106-8, 1997 Jul.
    Adults with acne represent an increasingly important population of acne sufferers referred for treatment. Acne, in these patients, is generally mild or moderate in severity but tends to be resistant to conventional antibiotic therapy. A study was carried out to assess the efficacy of intermittent moderate dose isotretinoin as a treatment for acne. Eighty consecutive patients, over the age of 25 years, referred with acne unresponsive to, or relapsing rapidly after three or more courses of conventional antibiotic therapy were recruited. Acne severity was assessed on the face, chest and back using the Leeds grading scale and the number of inflamed lesions was counted at the site showing the highest acne grade. The patients were 22 men and 58 women. The treatment regimen consisted of isotretinoin, 0.5 mg/kg per day for 1 week in every 4 week for a total period of 6 months. Seventy-five patients completed the study. The therapy was very well tolerated with mild cheilitis as the only side-effect. At the end of treatment, both total acne grade and lesion counts were significantly reduced (P < 0.0001). The acne had resolved in 68 (88%) patients. Twelve months after treatment, acne grades and inflamed lesion counts remained significantly improved (P < 0.0001) in the 68 patients who responded; however, 26 (39%) patients had relapsed. There was a significantly higher incidence of relapse in patients with predominantly truncal acne (P = 0.01). Patients who relapsed also had a significantly higher total acne grade, lesion count (P < 0.0001) and sebum excretion rate (P < 0.001) compared with those whose acne resolved. This study suggests that intermittent moderate dose isotretinoin may be a cost-effective alternative to full dose isotretinoin in a carefully selected group of adult patients with-acne. Selection criteria should include predominantly facial acne, total acne grade less than 1, inflamed lesion count less than 20 and sebum excretion rate less than 1.25 micrograms/cm2 per min.
     

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